Ansprache zur Eurythmie

GA 277d/1923-07-29/p012 ·1923-07-29 · original (original)
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Anthroposophie muss ganz hinuntersteigen in das menschliche Wesen. Daher das geheimnisvolle Weben und Wesen des Willens, hineingestaltend in die menschliche Äußerung, in die menschliche Offenbarung, so wie das bei der Sprache eben durch die Vorstellung geschieht. Nun hat der Mensch Organe, in denen er den Willen offenbaren kann, durchaus getragen zu gleicher Zeit von dem, was der Mensch an seinen Willensbewegungen fühlt: Diese Organe sind Arme und Hände. Daher kann die Bewegung der Arme und Hände, die nur dann unterstützt wird — wie der Gesichtsausdruck unsere Sprache unterstützt -, die nur dann unterstützt wird von den Bewegungen der anderen Organe, der Beine oder Füße oder Bewegungen des ganzen Menschen im Raume, es kann, indem der menschliche Arm und die menschliche Hand in Bewegung gebracht werden, ebenso eine Willenssprache entstehen, wie eine Vorstellungssprache in der gewöhnlichen Sprache vorliegt, in der Lautsprache vorliegt. Nur muss man eben auf das Wesen der Sprache eingehen können. Geradeso wie das Kind sprechen lernt aus dem Unbewussten heraus, auf elementarisch-naive Weise in einem Lebensalter, in dem das Bewusstsein eben noch keine wache Rolle spielt, ebenso kann der Mensch lernen, dasjenige, das willensmäßiges Element ist, durch Bewegungen der Arme und Hände zum Ausdrucke zu bringen.

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Cite: GA 277d/1923-07-29/p012 · edition original