Ansprache zur Eurythmie

GA 277d/1923-07-29/p019 ·1923-07-29 · original (original)
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Und das alles in wirkliche Organisation hineinzubringen, das ergibt etwas, was dann so ist [wie die Eurythmie]. Eigentlich müsste jeder Eurythmisierende auf der Bühne hier von selbst auch die Bewegungen machen können, wenn er das Gedicht hört oder das Musikstück hört, denn man kann nicht irgendeinen Laut oder irgendeinen Ton anders ausdrücken, als sie eben da ausgedrückt sind. Geradeso, wie man, wenn man «Wand» sagt nicht «Wund» oder «Wind» sagen kann, wie man den richtigen Laut an die richtige Stelle setzen kann, so muss man auch die eindeutige Bewegung an den richtigen Laut oder an die richtige Stelle hinsetzen. Es ist nur eine Anleitung, die man den Leuten gibt, weil sie gerade auf diese Dinge schwer kommen. So kann man sagen: Dieses, was sich in dem menschlichen Mikrokosmus zusammendrängt wie eine Offenbarung der geistigen Welt, wie das auch tätig ist in dem, was schon früh zum Ausdrucke geführt hat: Im Menschen lebt der Logos - was eigentlich verkörpert in dem ist, was der Mensch aus der Kehle lässt. So lebt auch eine andere Gestaltung des Logos in demjenigen, was sich mit Armen und Händen offenbart. [Das] sagt in einer wirklichen, erstens sachgemäßen und dann künstlerischen Ausführung dasjenige, was man da schaut.

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