Ansprache zur Eurythmie

GA 277d/1923-07-29/p021 ·1923-07-29 · original (original)
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Aber derjenige, der sich in das ganze Geheimnis, möchte ich sagen, der Menschennatur auf der einen Seite und in alle Möglichkeiten der künstlerischen Offenbarung hineinleben kann, der muss auch ahnen, welche Entwicklungsmöglichkeiten gerade in dieser eurythmischen Kunst liegen, die wirklich sich des Menschen selber [bedient]. Und zwar [bedient sich gerade diese Kunst des Menschen in seiner Totalität, und zwar in seinem ausdrucksvollsten Wesen als eines Instrumentes - nicht äußerer Instrumente oder nicht nur, ich möchte sagen, wie eines Begleitinstrumentes in der mimischen Kunst, sondern sie bedient sich des Menschen in seinem ausdrucksvollsten Wesen, des ganzen Menschen als eines Instrumentes]. Das muss man eigentlich fühlen, wenn man ihre Entwicklungsmöglichkeiten ins Auge fasst: Wie diese Kunst dazu veranlagt ist, sich immer weiter und weiter auszubilden, sodass sie wirklich einmal als eine Kunst wird in der Welt erscheinen können - jetzt steht sie ja erst in ihrem Anfange, vielleicht auch erst in dem Versuch eines Anfanges - wie sie sich aber wird entwickeln können im Sinne einer Kunst, die vollberechtigt, ja zusammenfassend gegenüber den anderen, älteren Künsten wird dastehen können.

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