Vortrag zur Eurythmie

GA 277d/1923-08-26/p014 ·1923-08-26 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Die Sprache ist in der Tat ein universelles Ausdrucksmittel der menschlichen Seele. Und derjenige, der unbefangen in Urzeiten der Menschheitsentwicklung auf Erden hineinschauen kann, der kann schen, dass in gewissen alten Ursprachen tatsächlich ein tief künstlerisches Element in der Menschheitsentwicklung waltete. Nur waren diese Ursprachen viel mehr als die heutigen Zivilisationssprachen aus dem ganzen Menschen herausgeholt. Wir kommen sogar, wenn wir unbefangen diese Entwicklung verfolgen zu Ursprachen, die sich äußerten fast wie ein Singen, aber so, dass der Mensch lebendig begleitet dasjenige, was er spricht, mit Bewegungen seiner Beine, mit Bewegungen seiner Arme, sodass eine Art von Tanzen dann zum Sprechen hinzutrat bei gewissen Ursprachen, wenn irgendetwas in gehobener Form oder in beabsichtigt kultusartiger Form zum Ausdrucke gebracht werden sollte.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/277d/1923-08-26/p014.json
Cite: GA 277d/1923-08-26/p014 · edition original