Vortrag zur Eurythmie

GA 277d/1923-08-26/p017 ·1923-08-26 · original (original)
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Dieser Franz Brentano ist besonders dadurch bemerkenswert, dass er eine Psychologie begründet hat - darinnen weicht er von allen anderen Psychologen, Spencer, Stuart Mill und anderen, dadurch ab, dass er unter die psychologischen Kategorien nicht den Willen rechnet. Nun, ich kenne alle Beweise und Auseinandersetzungen, die Franz Brentano über diese seine Theorie gegeben hat. Keine wirkt auf mich so überzeugend, wie die Art und Weise, wie er nun das Blatt hielt - und in dem Augenblicke, wie er nun die Handgebärde, die Armgebärde machte, aus seiner ganzen Philosophievertretung der Wille entschwand, während das Gefühl und die Idee sich in mächtiger Weise entfalteten, der Wille entschwand. Dieses Präponderieren der Idee und des Gefühles und das Entschwinden des Willens, das lag in jeder Handbewegung, die er machte. Sodass ich wirklich gar nicht anders können werde, als den Aufsatz zu schreiben: Die Philosophie Franz Brentanos, sich offenbarend aus seiner Armbewegung, aus seiner ganzen Geste. Denn da scheint sie mir vielmehr drinnen zu liegen, als in alledem, was man sonst [in] philosophisch gehaltener Weise über die Sache zu sagen weiß.

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