Vortrag zur Eurythmie

GA 277d/1923-08-26/p029 ·1923-08-26 · original (original)
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Das alles kann ja in Imaginationen hinaufgehoben werden, wie die Sprache auch ursprünglich aus Imaginationen hervorgegangen ist. Und so empfindet derjenige, der solche Imaginationen haben kann, wie ein i immer sich in einem solchen Bilde vor die Seele hinstellt, dass das Bild eine Selbstbehauptung ausdrückt, das Gewahrwerden des gestreckten Muskels im Arm zum Beispiel. Wenn jemand mit der Nase besonders geschickt ist, kann er dasselbe auch mit der Nase machen. Man kann es auch mit dem Sehstrahl machen, aber man macht es natürlich, weil die Arme und Hände das Ausdrucksvollste sind, wirklich künstlerisch mit den Armen. Aber darauf kommt es an, dass dieses Streckgefühl, dieses Hineinstoßen bei dem ausgestreckten Glied, bei dem i zum Ausdruck kommt. e stellt sich so hin, dass - wenn wir schon die ausgeatmete Luft zum Vorbilde nehmen in der e-Bewegung -, dass etwas wie gekreuzte Ströme sich als Imagination vor uns hinstellen. Daher das e in der Eurythmie, Alle diese Bewegungen sind ebenso wenig willkürlich, wie willkürlich sind die Sprachlaute oder die Gesangstöne selbst.

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