Vortrag zur Eurythmie

GA 277d/1923-08-26/p032 ·1923-08-26 · original (original)
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In Wahrheit entsteht überhaupt die ganze Sprache durch die zurückgehaltene Bewegung der menschlichen Gliedmaßen. Und wir hätten keine Sprache, wenn nicht während der naiven, selbstverständlich elementarisch-kindlichen Entwicklung das Kind in sich die Tendenz hätte, namentlich Arme und Hände zu bewegen. Diese Bewegung wird zurückgehalten, wird konzentriert in die Sprachorgane, die ein Abbild sind desjenigen, was sich eigentlich äußern will in den Armen und Händen - und als Begleitung in den anderen Gliedmaßen des Menschen. Der Ätherleib - ich kann ja zu Ihnen nach den Vorträgen vom Vormittag vom Ätherleib immer sprechen -, der Ätherleib spricht niemals mit dem Munde, er spricht immer mit den Gliedmaßen. Und nur dasjenige, was der Ätherleib ausführt, indem der Mensch spricht, das wird auf den physischen Leib übertragen. Sie können schon ohne Gebärde mit den Händen in der Tasche meinetwillen beim Reden dastehen, wie wenn Sie Starrkrampf bekommen hätten und reden würden, aber Ihr Ätherleib macht umso lebendigere Bewegungen, weil er dagegen protestiert.

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Cite: GA 277d/1923-08-26/p032 · edition original