Vortrag zur Eurythmie

GA 277d/1923-08-26/p035 ·1923-08-26 · original (original)
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In unserem heutigen, etwas unkünstlerischen Zeitalter deklamiert und rezitiert man so, dass man das Prosaische gern pointiert. Es glaubt [im Grunde genommen heute jeder], rezitieren und deklamieren zu können, der überhaupt reden kann. Aber Rezitation und Deklamation ist ebenso eine Kunst wie die anderen Künste, denn es handelt sich darum, dasjenige, was in einer schon geheimen Eurythmie, was in der Gestaltung, in der imaginativen, in der plastisch-malerischen Gestaltung der Worte, in der musikalischen, rhythmischen, taktvollen, melodiösen Gestaltung der Worte liegt, dass das in der Sprachbehandlung zum Ausdrucke kommt.

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Cite: GA 277d/1923-08-26/p035 · edition original