Ansprache zur Eurythmie

GA 277d/1924-04-21/p007 ·1924-04-21 · original (original)
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Das Kind, das ganz kleine Kind, bei dem zunächst die inneren Erlebnisse chaotisch sind, das Kind wendet überall hin den Blick, lässt von physischem Eindruck zu physischem Eindruck im Inneren auch sein Seelenleben spielen. Dasjenige, was das Kind im Inneren erlebt, ist durchaus chaotisch. Dem entsprechen auch die äußeren Bewegungen; sie sind chaotisch, sie sind unorientiert, sie drücken dasjenige aus, was traumhaft, chaotisch im ganz kleinen Kinde in der Seele vor sich geht. Und kommt das kleine Kind an dasjenige, was es in der äußeren Welt erlebt, so wird dasjenige, was chaotisch hervorsprudelt in der Seele, gewissermaßen abgeschliffen an dem, was in der äußeren Welt erlebt wird. Nun möchte das Kind eigentlich zunächst seiner inneren Organisation nach alles in Bewegung umsetzen, was es erlebt. Es möchte, wenn es einen angenehmen Eindruck hat, eine Art die Welt streichelnde Bewegung ausführen, wenn es einen unangenehmen Eindruck hat, eine Art Stoß ausführen.

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Cite: GA 277d/1924-04-21/p007 · edition original