Eurythmie-Aufführung

GA 277d/1924-05-04/p010 ·1924-05-04 · original (original)
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Aber der Ausdruck bleibt auch, wenn wir, ich möchte sagen die Luftgebärde gebrauchen und wir [es nicht nur] als Luftgebärde wahrnehmen, sondern als Laut. Wenn wir den Laut a aussprechen, bilden wir eigentlich in unserem Sprachorganismus eine Luftgebärde. Diese Luftgebärde bleibt unsichtbar. Sie drückt sich aus in dem, was wir hören. Da verwandeln wir die Luftgebärde in das Lautliche. Wir können aber auch dasjenige, was wir in der angedeuteten Weise als eine Sprache in Bewegungszustand bringen, ebenso in seinen Einzelheiten bestimmen, wie die Einzelheiten der Lautsprache bestimmt sind. Und so entsteht eine völlig gesetzmäßige, sichtbare Sprache. Das ist dasjenige, was wir hier auf der Bühne sehen. Wir hören auf eine Weise deklamieren und rezitieren, die Dichtung ausgedrückt in der sichtbaren Sprache der Eurythmie.

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