{"corpus":"steiner","locus":"GA 278/1924-02-25/p028","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Ich erwähne das gerade aus dem Grunde, weil es für den Eurythmisten nach dem, was ich gesagt habe, wie ein Widerspruch in sich aussieht. Ich habe Ihnen gesagt: Taktstrich bedeutet Anhalten, in sich die Bewegung machen; Übergang von einem Motiv zum anderen bedeutet möglichst fortschreiten im Raume, mit einer schwungvollen Bewegung, die natürlich den entsprechenden Noten angepasst ist, fortschreiten im Raume. Hier haben Sie das, dass Sie als Eurythmist zunächst sagen können: Nun weiss ich wirklich nicht, was ich machen soll; ich soll fortschreiten, und ich soll zu- gleich stehenbleiben. Und das sollen Sie nämlich auch. Sie sollen nämlich in zwei &hritten fortschreiten und dazwischen stehenbleiben. Sie sollen es also zuwege bringen, wenn so etwas hier vorliegt wie dieses Beispiel, das entlehnt ist aus der F-Dur-Sonate von Mozart, wo Sie eine gewisse grosse Pause haben können, auf die aber sogar der Taktstrich fällt, dass Sie mit einer schwungvollen Bewegung von der einen Note zur anderen hinüberkommen, aber in der Mitte der schwungvollen Bewegung, in der Pause, in sich ruhend stehenbleiben. Da werden Sie sehen, wie Sie gerade durch die Eurythmie radikal andeuten, dass das Musikalische zwischen den Noten liegt, denn Sie eurythmisieren in einem solchen Fall ganz eminent die Pause. Das ist es, was wirklich von ganz besonderer Wichtigkeit ist.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"SECHSTER VORTRAG","site_heading":null,"date":"1924-02-25","location":null,"word_count":210,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/278/1924-02-25/p028","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/278/1924-02-25/p028"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/278/1924-02-25/p028"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}