{"corpus":"steiner","locus":"GA 278/1924-02-25/p043","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Das aber wird Ihnen naheliegen, für die Konsonantendarstellung in der Lauteurythmie möglichst zu versuchen, das Vokalische in den Konsonanten hineinzuziehen. Das heisst aber mit anderen Worten, zu versuchen, den Konsonanten so kurz als möglich eurythmisch, den Vokal so lang als möglich zu machen. Aber das ist nicht das, was ich Ihnen ganz besonders ans Herz legen m&hte, denn das wird sich ja schon aus dem Gefühl ergeben, das einen gewissen Parallelismus ergeben muss zwischen der Deklamation und Rezitation und der Eurythmie. Was ich Ihnen aber besonders ans Herz legen m&hte, das ist dieses, dass ja auch für die Lauteurythmie es von ganz besonderer Wichtigkeit ist, darauf zu achten, dass der Sprecher auch die Aufgabe hat, nicht bloss mit dem, was er spricht, etwas zu sagen, sondern noch Wesentlicheres zuweilen zu sagen mit dem, was er nicht spricht Ich meine dabei nicht die Gedankenstriche, die neuere Dichter so lieben, weil sie wahrscheinlich so viel aus dem Geistigen zu sagen haben, dass sie Gedankenstriche immer machen. Sie wissen, es gibt ein ironisch gemeintes Morgensternsches Gedicht, das besteht lediglich aus Gedankenstrichen, enthält keinen einzigen Laut, kein einziges Wort, nur Gedankenstriche.* Ich meine also nicht die Gedankenstriche, sondern ich meine die Tatsache, dass für die Hervorbringung gewisser Wirkungen, die in einem Gedichte liegen, es durchaus notwendig ist, dass sowohl der Deklamierende wie der Eurythmisierende richtig Pausen zu machen verstehen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"SECHSTER VORTRAG","site_heading":null,"date":"1924-02-25","location":null,"word_count":225,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/278/1924-02-25/p043","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/278/1924-02-25/p043"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/278/1924-02-25/p043"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}