SECHSTER VORTRAG
Und jetzt zum Schlusse möchte ich Ihnen nur das noch sagen, was wir zu einer gewissen Vollständigkeit brauchen werden, was ausgefallen ist in den vorigen Stunden. Das ist das: Sie wissen, wir machen den Grundton im wesentlichen durch die Stellung oder auch durch das Schreiten; Stellung, Schreiten - ich habe es Ihnen beim Dreiklang angeführt. Nehmen Sie nun an, Sie hätten eine Sekund zu bilden. Die Sekund ist im Musikalischen dasjenige, was eigentlich noch nicht ganz das Musikalische gibt, aber das Musikalische beginnt. Es steht am Tore des Musikalischen. Die Sekund ist eine musikalische Frage. Und so ist es notwendig, die Sekund - und Sie werden diese Notwendigkeit fühlen - so zu bilden, wenn sie auf irgendeinen Grundton folgt -, dass Sie als Sekund, indem die Sekund auf einen anderen Ton folgr, dazu streben, die flachen Hände nach oben zu haben. Es kann ja jede beliebige Bewegung ausgeführt werden, indem man versucht, hineinzukommen in die flachen Hände nach oben: wenn Sie von irgendeinem Ton zum nächsten Ton hinaufgehen, wenn Sie einfach etwas nach oben gehen und die hohle Hand verflachen. Sie müssen natürlich sehen, dass sie vorher nicht schon in der Erscheinung da ist. Es handelt sich darum, dass man immer das Ganze übersieht. Darinnen ist also dies kundgegeben. Nun, auf Grundlage dessen, was ich gegeben habe, werden wir noch die beiden nächsten Stunden einrichten.
Cite:
GA 278/1924-02-25/p047 · edition original