{"corpus":"steiner","locus":"GA 278/1924-02-26/p034","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Denken Sie einmal, es würde irgend jemand von Ihnen eurythmisieren, und eurythmisieren heisst ja durch Bewegungen singen: es ist ein Gesang. Es ist kein Tanz, es ist keine Mimik, es ist ein Singen; daher kann man nicht zu gleicher Zeit singen und eurythmisieren. Man kann zum Instrumental-Musikalischen eurythmisieren in Toneurythmie, nicht aber zum Gesang. Wer glaubt, dass man das kann, der hat Eurythmie noch nicht begriffen. Er betrachtet sie dann nur als Illustration, nicht als selbständige Kunst. Er illustriert nur eurythmisch dasjenige, was gesungen ist Es ist eine Illustrationskunst dann. Das ist natürlich ein völliges Missverständnis. Allein zur Verständnisentwicklung kann man nach dieser Richtung doch etwas sagen. Denken Sie sich nun wirklich, einer eurythmisiert, der andere singt, beide ganz das gleiche. Derjenige, der nun okkult schauen kann, sieht im Ätherleib des Singenden ganz genau dieselben Bewegungen, nur wie wenn ihm ein Geist hier oben auf den Schultern sässe und diese eutythmischen Bewegungen ausführte, die sonst der Eurythmisierende ausführt. Singen heisst nichts anderes, als mit dem Ätherleib dieselben Bewegungen machen, die dann entsprechend mitschwingen in den Gesangsorganen, die man bei der Eurythmie den physischen Organismus machen lässt. Daher ist es schon so, dass man das schwer ertragen kann, wenn einer etwa selbst eurythmisiert und dazu singt. Denn da kommt einem das zweimal zum Bewusstsein: man schaut es mit den physischen Au- gen, und dann sieht man auf den Schultern oben mit den Knien baumeln einen anderen> einen Ätherischen, der da oben diese Bewegungen macht, dieselben Sachen macht.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Siebenter Vortrag","site_heading":null,"date":"1924-02-26","location":null,"word_count":246,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/278/1924-02-26/p034","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/278/1924-02-26/p034"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/278/1924-02-26/p034"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}