Siebenter Vortrag

GA 278/1924-02-26/p038 ·1924-02-26 · original (original)
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Gefolge auch die Eurythmie wohl, dem Instinkte etwas folgen kann; denn das wirkliche Geheimnis des Unterschiedes von Dur und Moll liegt eben darinnen, dass alles Dur-Mässige aus dem Willen, das heisst aus dem vollen Menschen Ausströmendes ist. Das Dur-Mässige ist der Tat verwandt Daher müssen Sie in alle Dur-Motive etwas hineinbringen, was Aktivität ist. Alle Moll-Motive sind empfangend. Alle Moll-Motive haben etwas vom Erkennen, vom Herein- nehmen, vom Ergreifen von etwas. Alle Moll-Motive sind dem Fühlen verwandt. Wenn Sie daher übergehen von einem Dur- in ein Moll-Motiv, müssen Sie eben deutlich wahrnehmen lassen, wie Sie aus der Betätigung der äusseren Armmuskulatur und des äusseren Armskeletts übergehen zu der Handhabe der inneren Armmuskulatur, des inneren Armskeletts, Handskeletts beim Eurythmisten. Aus dem Gefühl und aus dem Erleben der Tatimpulse muss alles Eurythmisieren hervorgehen.

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