DRITTER VORTRAG

GA 279/1924-06-26/p047 ·1924-06-26 · original (original)
Record: stenogram (shorthand transcript). Shorthand transcript taken during the lecture — the strongest kind of lecture record in this corpus. Evidence: «Das Stenogramm wurde neu übertragen» (The shorthand transcript was transcribed anew). The publisher's description of the 2019 edition, as mirrored on AnthroWiki (GA 279). The translation is the maintainer's, not a published one.

Nun sagte ich Ihnen, daß wir in dem l etwas haben, was eigentlich formt und wo man das Formen auf der Zunge fühlt: l-l-l. Ich habe Ihnen, um das klarzumachen, dieses Wort «Leim» angegeben: das Anschmiegsame des Leimes, das Formende des Leimes, das nachahmend Formende oder formende Nachahmen also des l; das, was als ein besonderer Zauberlaut angesehen wurde in den Mysterien, denn wenn man etwas formt, so bringt man es in seine Gewalt. Und gerade dieses In-seine-Gewalt-Bringen war der Aspekt, in dem die Mysterien die dämonische Kraft des l gesehen haben. Das muß nun in die Gebärde des l hineingelegt werden. Wenn damit noch das verbunden wird, daß Sie fühlen, wie wenn Ihre Arme biegsam würden dabei, die Arme in sich biegsam würden; wenn Sie also fühlen, es geht mit den Armen so etwas Ähnliches vor sich wie mit der Zunge, wenn Sie das l machen, l-l - dann haben Sie das richtige Erlebnis des 4 und Sie werden finden, das l hat schon in dieser Gebärde etwas durchaus Faszinierendes.

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