Sechster Vortrag Dornach, 1 . Juli 1924 Gemütsstimmungen und Charakteristik einzelner Seelenzustände Die Farbe als Gemütsinhalt

GA 279/1924-07-01/p012 ·1924-07-01 · original (original)
Record: stenogram (shorthand transcript). Shorthand transcript taken during the lecture — the strongest kind of lecture record in this corpus. Evidence: «Das Stenogramm wurde neu übertragen» (The shorthand transcript was transcribed anew). The publisher's description of the 2019 edition, as mirrored on AnthroWiki (GA 279). The translation is the maintainer's, not a published one.

Bei der Andacht hat der Mensch von vornherein das Bedürfnis, eine gewisse Geste zu machen. Und diese Geste gerade, die bei der Andacht gemacht wird, die ist im Grunde genommen durchaus eine solche, welche auch der naturgemäßen Haltung bei dieser Gemüts-stimmung entspricht. Und deshalb können wir gerade bei dieser Andachtsstimmung sehen, wie, ich möchte sagen, diese Geste eine naturalistische wird, während die meisten Gesten keine naturalistischen sein können. Sie haben daher die Andachtsstimmung so, daß die Arme heruntergehalten werden am Leibe, dann nach oben vom Ellenbogen an gehalten werden, und dann findet ein entsprechendes Halten statt in irgendeiner vokalischen Stimmung u oder a. Also in irgendeiner von diesen Formen, je nachdem man die Andacht nuancieren will, können dann die Hände beziehungsweise die Finger gehalten werden.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/279/1924-07-01/p012.json
Cite: GA 279/1924-07-01/p012 · edition original