{"corpus":"steiner","locus":"GA 28/l11/p003","lang":"de","edition":"original","edition_basis":"Marie Steiner edition (posthumous)","is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Und dennoch zog mich auch etwas zu den mystischen Bestrebungen der Menschheit hin. Es ist die *Art* des inneren Erlebens der Mystiker. Sie wollen mit den Quellen des menschlichen Daseins im Innern zusammenleben, nicht bloß auf diese durch die ideengemäße Beobachtung als etwas Äußerliches schauen. Aber mir war auch klar, daß man zu der gleichen Art des inneren Erlebens kommt, wenn man *mit* dem vollen, klaren Inhalt der Ideenwelt in die Untergründe der Seele sich versenkt, statt diesen Inhalt bei der Versenkung abzustreifen. Ich wollte das Licht der Ideenwelt in die Wärme des inneren Erlebens einführen. Der Mystiker kam mir vor wie ein Mensch, der den Geist in den Ideen nicht schauen kann, und der deshalb an den Ideen innerlich erfriert. Die Kälte, die er an den Ideen erlebt, zwingt ihn, die Wärme, deren die Seele bedarf, in der Befreiung von den Ideen zu suchen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Kapitel XI","site_heading":null,"date":null,"location":null,"word_count":145,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/28/l11/p003","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["APC1928"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":"Marie Steiner edition (posthumous)","is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/28/l11/p003"},{"lang":"en","edition":"APC1928","edition_basis":"Marie Steiner edition (posthumous)","is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/28/l11/p003"}]}