{"corpus":"steiner","locus":"GA 28/l25/p004","lang":"de","edition":"original","edition_basis":"Marie Steiner edition (posthumous)","is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Die Betätigung, die mit dieser dramatischen Gesellschaft verbunden war, erwies sich als eine solche, die mir in einem hohen Grade entsprechend war. Vor allem der Teil, der mit der Inszenierung der Stücke zu tun hatte. Mit Otto Erich Hartleben zusammen nahm ich an den Proben teil. Wir fühlten uns als die eigentlichen Regisseure. Wir gestalteten die Stücke bühnenmäßig. Gerade an dieser Kunst zeigt sich, daß alles Theoretisieren und Dogmatisieren nichts hilft, wenn sie nicht aus dem lebendigen Kunstsinn hervorgehen, der im Einzelnen das allgemein Stilvolle intuitiv ergreift. Die Vermeidung der allgemeinen Regel ist voll anzustreben. Alles, was man auf einem solchen Gebiete zu «können» in der Lage ist, muß im Augenblicke aus dem sicheren Stilgefühl für die Geste, die Anordnung der Szene sich ergeben. Und was man dann, ohne alle Verstandesüberlegung, aus dem Stilgefühle, das sich betätigt, tut, das wirkt auf alle beteiligten Künstler wohltuend, während sie sich bei einer Regie, die aus dem Verstande kommt, in ihrer inneren Freiheit beeinträchtigt fühlen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Kapitel XXV","site_heading":null,"date":null,"location":null,"word_count":162,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/28/l25/p004","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["APC1928"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":"Marie Steiner edition (posthumous)","is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/28/l25/p004"},{"lang":"en","edition":"APC1928","edition_basis":"Marie Steiner edition (posthumous)","is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/28/l25/p004","paragraph_aligned":true}]}