1. Die Sprachgestaltung als Kunst

GA 282/1924-09-05/p042 ·1924-09-05 · original (original)
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Die Urpoesie war eine Einheit, sie drückte in der Sprache Gefühl und Gedanke, die man über die Dinge haben konnte, aus. Die Urpoesie war eine Einheit. Dadurch, daß die Sprache nach dem Inneren des Menschen das Gefühl abgeladen hat, das nach dem Ätherleib rutscht, entsteht die lyrische Stimmung der Sprache. Dasjenige, dem die Urpoesie am ähnlichsten geblieben ist, das also auch am meisten in der Sprache selber liegt, das ohne etwas zu erneuern von dem Urgefühl gegenüber der Sprache gar nicht gepflegt werden kann, das ist die Epik, die unmittelbar aus dem astralischen Leibe kommt. Dasjenige aber, was die Sprache nach außen hin treibt, zum Ich hin, das mit der Außenwelt zunächst beim Erdenmenschen in Verbindung steht, das ist die Dramatik.

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Cite: GA 282/1924-09-05/p042 · edition original