1. Die Sprachgestaltung als Kunst

GA 282/1924-09-05/p046 ·1924-09-05 · original (original)
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Der Dramatiker hat es mit dem wirklichen Objekte zu tun. Derjenige, an den er sich wendet, steht vor ihm. Das gibt auch die Unterschiede, die wir strenge beachten müssen. Es wird gefühlt werden müssen dasjenige, was ich schon, wenn ich von verschiedenen Gesichtspunkten aus da oder dort eine Anregung gegeben habe, nach einer gewissen Terminologie suchend, auch schon gesagt habe; es wird das tatsächlich genau durchfühlt werden müssen. So wird man durchfühlen müssen: lyrisch sprechen bedeutet, aus dem menschlichen Inneren heraus sprechen. Das Innere offenbart sich selbst. Wenn sein Inneres sich von ihm losringen will, wenn das Innere von irgend etwas so stark impulsiert ist, daß es aus sich heraus muß — und das ist bei der Lyrik der Fall -, dann geht das bloße Fühlen in das Rufen, clamare über, und dann entsteht, wenn es sich um das Sprechen handelt, die Deklamation. So daß ein Teil der Sprechkunst die Deklamation ist, die vorzugsweise auf das Lyrische hinzugehen hat.

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