Planetenentwickelung und Menschheitsentwickelung

GA 284/1907-05-20/p006 ·1907-05-20 · original (original)
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Wir teilen die menschliche Wesenheit so ein, daß wir sagen, der Mensch hat zunächst seinen physischen Leib; er ist das, was Hände berühren und Augen sehen können, das, was der Mensch gemeinschaftlich hat mit der ganzen Natur und was den physischen und chemischen Gesetzen unterliegt. Das zweite ist der sogenannte Äther- oder Lebensleib. Er ist das, was die chemischen und physischen Kräfte und Stoffe aufruft zum Leben und was den Zusammenhang der physischen und chemischen Stoffe im Tode verläßt. Man sagt im Okkultismus: Der menschliche physische Leib ist eine solche Zusammenfügung von Stoffen und Kräften, daß er als physischer Leib durch sich selbst nicht bestehen kann; nur dadurch, daß ihm ein Ätherleib eingefügt ist und so lange, als er ihm eingefügt ist, wird er vor dem Zerfall der physischen Stoffe und Kräfte bewahrt. In dem Augenblicke, wo der Ätherleib die physischen Kräfte verläßt, tritt der Tod ein, ist der physische Leib ein Leichnam. Daher sagt man auch, der Ätherleib ist das, was uns in jedem Augenblick vor dem Tode bewahrt. In jedem Augenblick gibt es in dem Ätherleib einen großen Kampf gegen das, was sonst unsere chemischen Stoffe zerfallen macht. Das dritte Glied ist der Träger von Lust und Leid, Freude und Schmerz, Gefühlen und Affekten, was wir den Astralleib nennen. Er ist das Glied der menschlichen Wesenheit, das der Mensch ebenso mit den Tieren gemeinsam hat, wie er den Ätherleib mit der Pflanzen- und Tierwelt und den mineralischen Leib mit der ganzen äußeren Welt gemeinsam hat. Der Name Astralleib ist gebräuchlich seit den ursprünglichsten Zeiten. Es gibt keinen passenderen Namen für dieses Glied der menschlichen Wesenheit als Astralleib. Und es gibt vielleicht keine schönere Definition des Grundes, warum dieser Leib Astralleib heißt, als die, welche der große Theosoph Paracelsus gegeben hat. Ebenso wie im Tode der Ätherleib den physischen Leib verläßt, so verläßt einige Zeit nach dem Tode der Astralleib den Ätherleib. Aber der Astralleib verläßt den physischen und Ätherleib auch in jeder Nacht. Da ist er außer uns. Wo ist er denn?

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Cite: GA 284/1907-05-20/p006 · edition original