{"corpus":"steiner","locus":"GA 284/1907-05-20/p007","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Da sagt Paracelsus mit Recht: Wo ist er, und was tut er in der Nacht? Ruht er, hat er eine Aufgabe? Jawohl, er hat eine Aufgabe. Zwar wer nicht hellseherische Kräfte hat, kann auch nicht hineinsehen in die Tätigkeit des Astralleibes während der Nacht. Aber die Konsequenzen dieser Tätigkeit empfindet ein jeder Mensch. Sie alle legen sich des Abends ermüdet zu Bett. Die Ermüdung ist der Ausdruck einer Disharmonie in der Zusammenfügung unseres physischen und Ätherleibes. Sie muß entstehen, wenn der Astralleib nicht Gewalt hat, Harmonie in die zwei anderen, den physischen und Ätherleib, hineinzubringen. Und wie der Mensch heute ist, muß während des tagwachenden Lebens eine solche Disharmonie notwendig entstehen, Wäre unser physischer und Ätherleib bloß unter der Gewalt des Astralleibes — wie die Kräfte zusammengefügt werden sollen -, dann würde immer Harmonie in unserem Äther- und physischen Leibe sein. So aber lebt nicht nur der Astralleib in dem physischen Leib, sondern auf der Bewußtseinsstufe, die die Menschheit auf dem Erdenplaneten erreicht hat, wirkt die ganze Umwelt der physischen, sinnlich wahrnehmbaren Gegenstände auf den Menschen ein. Es fließen von außen in ihn herein die Eindrücke des Auges und Ohres und der übrigen Sinne. Während des Tagwachens wird bei jedem Menschen, der noch nicht auf einer gewissen höheren Stufe der spirituellen Entwickelung angelangt ist, eine Disharmonjie eintreten müssen. Wenn dieser Astralleib nun niemals an einem anderen Ort verweilen könnte als in unserem physischen und Ätherleib, so würde er selbst in Unordnung kommen. Dann würden seine Kraftströmungen nicht die bleiben, die sie sein müssen, wenn ein richtiger Äther- und physischer Leib geformt werden sollen. Während des Tages kommt die innere Harmonie des Astralleibes in Unordnung, und der Ausdruck für die Unordnung ist die Ermüdung. In dem Augenblick, wo Sie die Ermüdung spüren, ist die innere Disharmonie da. Wo ist nun der Astralleib während der Nacht?","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Planetenentwickelung und Menschheitsentwickelung","site_heading":null,"date":"1907-05-20","location":null,"word_count":304,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/284/1907-05-20/p007","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/284/1907-05-20/p007"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/284/1907-05-20/p007","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}