Planetenentwickelung und Menschheitsentwickelung

GA 284/1907-05-20/p012 ·1907-05-20 · original (original)
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Wenn wir uns diese Frage beantworten wollen, müssen wir uns klarsein, daß der Mensch — durch die vielen Inkarnationen hindurch, durch die er sich entwickelt - von seinem Ich aus seine Arbeit verrichtet: erst am Astralleib, dann am Ätherleib und dann auch am physischen Leib. Das ist menschliche Entwickelung: diese Ausstrahlung des Ich in die drei Leiber. Der Wilde folgt allen Trieben und Leidenschaften, die in ihm leben. Der Kulturmensch sagt sich, gewissen Trieben darf ich nicht folgen; er versagt sich gewisse Triebe und Leidenschaften. Der noch höherstehende Idealist versagt sich diese nicht nur, sondern er erzeugt aus sich heraus Ideale, die etwas Neues hinzufügen zu dem, was die Triebe des Astralleibes auf einer primitiven Kulturstufe ausmacht. So sehen wir vor dem hellseherischen Blick den Astralleib aus zwei Teilen bestehen: was ursprünglich in ihm war und dann das, was das Ich selbst daraus gemacht hat. Sehen Sie einen hochentwickelten Idealisten an, so ist dieser Teil [es wird gezeichnet] durch die Arbeit des Ich größer als bei anderen, und bei einem Menschen wie Franz von Assisi sehen Sie, wie wenig von dem zurückgeblieben ist, was der Mensch, als er seine erste Inkarnation antrat, sein eigen nannte. In der Theosophie benennt man diesen praktisch umgewandelten Teil des menschlichen Astralleibes, über den der Mensch Herrschaft gewonnen hat, mit dem deutschen Worte «Geistselbst», das man sonst in der theosophischen Literatur mit «Manas» bezeichnet; es ist ein umgewandelter Teil des Astralleibes.

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