{"corpus":"steiner","locus":"GA 284/1907-05-20/p021","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Dann wurde dieses Bewußtsein eingeengt zu dem, was die Pflanze hat. Aber es ist jetzt schon ein etwas aufgehellteres Bewußtsein gegen das des Minerals. In diesem Bewußtsein war der Mensch, als die Erde im Sonnendasein war. Die dritte Form des Bewußtseins ist das Bilderbewußtsein, auch das primäre psychische Bewußtsein genannt. Es unterscheidet sich von dem gegenwärtigen dadurch, daß es in Bildern wirkt, aber so, daß es das Psychische des anderen vermittelt. Denken Sie sich ein Wesen - und das menschliche Vorfahrenwesen auf dem Monde war so -, das noch kein sinnliches Bewußtsein hat und die Gegenstände beim Aufwachen mit Farben überziehen kann: ein letztes Überbleibsel eines solchen Bewußtseins haben Sie in der Traumwelt. Die Traumwelt ist nicht das astrale Bewußtsein. Das gegenwärtige Traumbewußtsein verhält sich zum Mondbewußtsein so, wie irgendein verkümmertes Glied zu der Form, wie sie vorhanden war, als es noch im Menschen selbst seine Aufgaben hatte; zum Beispiel gewisse Muskeln, die die Ohren bewegen konnten, die beim Menschen ihren Sinn verloren haben. Von jenem astralen oder psychischen Bilderbewußtsein vom Monde ist als Rudiment die heutige Traumwelt zurückgeblieben; daher wirkt sie auch so, wie das astrale imaginative Bewußtsein wirkt. Denken Sie sich, es träumt jemand, daß er einen Laubfrosch finge. Er sieht ihn hüpfen und faßt ihn. Da wacht der Schläfer auf und sieht, er hatte den Zipfel der Bettdecke in seiner Hand. Oder ein anderer Traum, der richtig vorgefallen ist. Eine Bauersfrau träumt, sie ginge in die Kirche. Sie hört andächtig zu. Da bewegt der Pfarrer heftig seine Arme und siehe da, er bekommt Flügel. Das war der frommen Bauersfrau nicht allzu merkwürdig, daß ein Pfarrer, der vom Himmel predigt, gelegentlich auch einmal Flügel bekommt. Aber was geschieht? Der Pfarrer beginnt auf der Kanzel laut zu krähen. Im selben Augenblick wacht die Bauersfrau auf und draußen auf dem Hofe kräht der Hahn.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Planetenentwickelung und Menschheitsentwickelung","site_heading":null,"date":"1907-05-20","location":null,"word_count":304,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/284/1907-05-20/p021","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/284/1907-05-20/p021"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/284/1907-05-20/p021","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}