IN WELCHEM SINNE SIND WIR THEOSOPHEN UND IN WELCHEM SINNE SIND WIR ROSENKREUZER? Stuttgart, am
Aus dem, was Sie gehört haben und noch hören werden, werden Sie die absolute Klarheit bekommen, daß es ein solches Wesen gibt, das gerade so wirkt, daß es nur einmal in einem physischen Leib durch drei Jahre verweilen konnte und nicht immer wiederkommen kann im physischen Leib. Das ist eine Wahrheit, die allerdings immer aus dem Rosenkreuzertum heraus betont worden ist, wie auch im Mysterium scharf beleuchtet wurde. Wer das nicht kennt, kann von einer weniger in diese Regionen hineingehenden Erkenntnis zu einer unrichtigen Formulierung kommen; unrichtig, weil sie den Namen Christus gebraucht. Dagegen ist es möglich, zu sagen: Warum spricht der andere anders? - Er spricht anders, weil er das gar nicht hat in seinen Gedanken, was wir hier den Christus genannt haben. Er bezeichnet etwas anderes als Christus. Von dem könnte das, was er sagt, vielleicht gesagt werden, aber es ist nicht das, wovon in dieser Strömung gesprochen wird, weil es unbedingte Notwendigkeit unserer Zeit ist - als Forderung der Meister der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen -, daß von dieser hohen Wesenheit gesprochen wird, die wir mit dem Christus-Namen nennen und wiedererkennen, wenn wir die Evangelien lesen und identifizieren dürfen mit dem, was seit zwei Jahrtausenden so bezeichnet wird. Das ist ein historisches Recht, kein absolutes natürlich!
Cite:
GA 284/1911-10-16/p014 · edition original