{"corpus":"steiner","locus":"GA 286/1913-02-05/p029","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Das Wesentliche wird sein, daß nun das Komplement auftritt zu dem Vorstadium der Architektur, zum Höhlenbau, wo der Felsen selbst materiell das abschloß, was hineingehauen worden ist; daß unser neuer Bau sich wie nach allen Seiten öffnet, daß seine Wände nach allen Seiten offen sind, allerdings nicht nach dem Materiellen, sondern offen sind hin nach dem Geistigen. Und dies werden wir dadurch erreichen, daß wir die Formen so gestalten, daß wir vergessen können, daß außer unserem Bau noch irgendeine Stadt oder dergleichen da ist. Im Stuttgarter Bau ist schon ein solcher Versuch gemacht worden; dessen Wände sind trotz des materiellen Abschlusses offen, dem Geiste nach offen. Auch im neuen Bau werden wir die Formen, das Dekorative, das Malerische so gestalten, daß die Wand durchbrochen ist, so daß wir durch Farbe und Form hindurchempfinden: trotzdem wir abgeschlossen sind, erweitert sich der geistig-seelische Ausblick in die Weltenweiten. Wie man in der Pyramide hereingenommen hatte die Maßverhältnisse des Kosmos, so nehmen wir das, was wir durch Anthroposophie, Theosophie erleben können, und schaffen ihm Formen, schaffen ihm Farben, schaffen ihm Umrisse, schaffen ihm Gestalt, Figurales, schaffen das alles aber so, daß gerade durch das, was wir an den Wänden schaffen und an die Wände hinzaubern, diese Wände selber verschwinden, und das Abgeschlossene von uns so erlebt wird, daß wir überall die Illusion empfinden können: es erweitert sich hinaus in den Kosmos, in die Weltenräume, so wie die Bewußtseinsseele, wenn sie einmündet in das Geistselbst, sich hinauslebt aus dem bloßen Menschlichen in das Geistige.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Der Ursprung der Architektur aus dem Seelischen des Menschen und ihr Zusammenhang mit dem Gang der Menschheitsentwickelung","site_heading":null,"date":"1913-02-05","location":null,"word_count":249,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/286/1913-02-05/p029","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/286/1913-02-05/p029"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/286/1913-02-05/p029","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}