Der Ursprung der Architektur aus dem Seelischen des Menschen und Ihr Zusammenhang mit dem Gang der Menschheitsentwickelung

GA 286/1913-02-05/p030 ·1913-02-05 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

So wird in der neuen Baukunst auch die Bedeutung der Einzelsäule zu etwas ganz anderem aufrücken. Hat man es - wie beim griechischen Tempel - mit statischen Verhältnissen zu tun, mit Verhältnissen, bei denen es hauptsächlich auf die Innerlichkeit ankommt, so ist es selbstverständlich, daß sich die Säulenformen, die Kapitälformen wiederholen. Denn wie könnte man sich eine Säule an der einen Stelle anders denken als eine andere in der Nachbarschaft, wenn sie ganz genau dasselbe zu tun haben? Sie muß ebenso gestaltet sein wie die andere. Es kann gar nicht anders sein, weil ja jede Säule dieselbe Aufgabe hat.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/286/1913-02-05/p030.json
Cite: GA 286/1913-02-05/p030 · edition original