{"corpus":"steiner","locus":"GA 286/1914-07-05/p047","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Ich hoffe, daß gerade diejenigen unter unseren lieben Freunden, die so hingebungsvoll, so opferwillig, wie das jeder Tag uns zeigt, an dem künstlerischen Bezwingen der eben uns notwendig gewordenen Formen arbeiten, daran arbeiten, auf daß, wenn auch nur ein primitiver, so doch einmal ein Anfang gegeben wird in einer spiritualisierten Kunst, daß unsere lieben Freunde immer mehr Enthusiasmus, immer mehr und mehr Freude auch gewinnen in dem Bewußtsein, daß der Weltengeist von uns fordert, das Unsrige dazu beizutragen, um einzuwerfen in die menschliche Entwickelung dasjenige, was in unserem fünften und was beim Übergang in das sechste Zeitalter in die menschliche Entwickelung eingeworfen werden soll. Indem wir dies verstehen, meine lieben Freunde, verbünden wir uns mit dem Weltengeist, der in der Menschheitsentwickelung arbeitet, und den wir zu erkennen suchen durch dasjenige, was wir wahre und wahr empfundene Geisteswissenschaft nennen; jene Geisteswissenschaft, welche zugleich in all ihren Impulsen so ist, daß sie in das künstlerische Fühlen und das künstlerische Gestalten und das künstlerische Erleben und Erfühlen der Welt mit ihrem Erleben übergehen kann. Wahrhaftige Begeisterung und Hingabe ist notwendig! Aber diese Begeisterung und Hingabe wird uns werden, wenn wir in Liebe uns aufschwingen zu dem Geiste, der die Menschheit geleitet hat von Anbeginn ihrer Entwickelung im Kosmos, und der auch uns nicht verlassen wird, wenn wir uns ihm von rechtem Herzen und im rechten Sinne widmen; wenn uns die Arbeit nicht zu einem sentimentalen, sondern zu einem echten Gebet wird, zu jenem Gebet, das besteht in dem lebendigen Erfüllen unseres Inneren mit der Kraft, die uns aus dem Weltengeist, der uns führt, ergreift, und in dem lebendigen Erfühlen zugleich jener begeisternden Impulse, die in uns sein können, wenn wir wissen: Du läßest dir beschwingen deiner Hände und deiner Seele Arbeitskraft durch das, was als Geist in deinen Händen arbeiten mag!","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"7. Die Wahren Ästhetischen Formgesetze","site_heading":null,"date":"1914-07-05","location":null,"word_count":298,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/286/1914-07-05/p047","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/286/1914-07-05/p047"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}