Vierter Vortrag

GA 287/1914-10-25/p026 ·1914-10-25 · original (original)
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Nun muß man sich dieses Erlebnis des Aufstehens so richtig zum Bewußtsein bringen, und dann kann man das Erlebnis dieser Formen haben (nämlich der Kuppel in der Zeichnung Seite 51), indem man sich sagt: Diese Form unterscheidet sich von mir selber dadurch, daß sie nicht aufstehen kann, daß sie immer liegen bleibt. Sie müßte, wenn sie bis zu meinem Erlebnis kommen wollte, aufstehen, sich um neunzig Grad in senkrechter Ebene drehen. - Denn was diese Kuppel himmelwärts hat, indem sie durch ihre Kuppelform nach aufwärts strebt, das hat der Mensch, wenn er aufgestanden ist, in seinem Befühlen der Welt namentlich durch die Hände. Und wenn der Mensch liegt und dabei würde fühlen können das, was über ihm ist, so würde er die Natur eines Kuppeligen über sich mit den Händen fühlen. In der Gefühlssphäre ist dasjenige beschlossen, was mit einem solchen architektonischen Motiv zum Ausdruck kommt, in der Fühlsphäre.

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