Dritter Vortrag

GA 288/1920-01-25/p036 ·1920-01-25 · original (original)
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Physiologisch genommen, physisch ist der Mensch nicht etwa jenes einfache Wachstumswesen, als das man ihn in einer trivialen Wissenschaft oftmals darstellen will. Der Mensch neigt gewissermaßen immer auf der einen Seite zur Verknöcherung, auf der anderen Seite zur Verweichlichung, Verschleimung. Dasjenige, was in ihm zur Verschleimung neigt, was entstehen würde, wenn das Blut die Oberhand gewinnen würde, das ist vom Luziferischen kommend. Indem das Luziferische physiologisch im Menschen die Oberhand gewinnen würde, indem im Menschen physiologisch auftreten würden als eigentliche Gestaltungsprinzipien die fieberhaften Erscheinungen, würde das Luziferische vorwiegend. Dann würde aber auch die Menschengestalt sich immer mehr und mehr dieser Gestalt nähern (Abb. 85). Der Mensch hatte diese Gestalt während der alten Mondenzeit. Man kann auch sagen: Wenn dasjenige Prinzip, das vorzugsweise in Herz und Lunge das Wachstumsprinzip ist, allein den Menschen beherrschen würde, so würde der Mensch eine solche Gestalt erhalten. Nur dadurch, dass diesem Luziferischen entgegensteht der andere Pol, das Ahrimanische, dadurch ist auch physiologisch der Gleichgewichtszustand geschaffen zwischen dem, was das Blut bewirkt, und dem, was das Verknöchern bewirkt. Das ist physiologisch, physisch gefasst, körperlich.

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