Die Hieroglyphe des Dornacher Baus II
Nun gibt es ein Zweifaches, wodurch diese Gegensätze in der menschlichen Natur sein können: Das eine ist, der Mensch strebt an, wirklich eine Art Gleichgewichtslage zu haben, das heißt alles dasjenige, was in ihm zum Philiströsen, zum Bourgeoismäßigen strebt, zu erleichtern dadurch, dass er auch Phantasie entwickelt, dadurch, dass er sich auch hingeben kann an die Welt, dadurch, dass er unter Umständen auch versteht, Künstlerisches in das rein Abstrakte hineinzubringen. Das heißt, es ist im Menschen ein solcher Ausgleich dieser zwei entgegengesetzten Strömungen möglich, dass der Mensch dadurch gerade, indem die beiden harmonisch ineinanderklingen und eins werden, dass der Mensch dadurch eine Einheit wird.
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GA 288/1920-04-05/p033 · edition original