Die Hieroglyphe des Dornacher Baus II

GA 288/1920-04-05/p034 ·1920-04-05 · original (original)
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Aber es ist auch das andere möglich, dass die zwei Extreme im Menschen fortwirken, sodass der Mensch nicht einen ineinanderströmenden Ausgleich findet, sondern dass die beiden Dinge in ihm tätig sind. Man kann zum Beispiel schon kennenlernen mystische Schwärmer, die in höchste theosophische, symbolische Regionen hinaufsteigen, immer über ihren Kopf hinauswollen, aber im gewöhnlichen Leben Philister sind. Alles Philiströse, Pedantische, Materialistische lieben, Tantiges und so weiter lieben - ja, Tantiges! -, das geht ganz gut mit mystischem Schwärmen in einem Menschen zusammen. Das verdeckt sozusagen den Ausgleich tief im Unbewussten drinnen in ihm. Da kommt eigentlich dasjenige, was eine Zweiheit ist, im Dualismus heraus. Also in irgendeiner Weise können diese zwei Seiten auch sich selber offenbarend im Menschen vorhanden sein. Man ist nicht deshalb gleich kein Philister, weil man ein Schwärmer ist. Man kann ganz gut zu gleicher Zeit ein Philister sein und zu gleicher Zeit ein Schwärmer. Bild 13 (Abb. 80):

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