Die Hieroglyphe des Dornacher Baus II

GA 288/1920-04-05/p048 ·1920-04-05 · original (original)
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Wenn man allerdings hinschaut auf alles dasjenige, was als Motive gewirkt hat in den letzten fünf bis sechs Jahren, und wenn man es fortwirken sieht, fortwirken sieht bei Siegern und Besiegten, wenn man sieht, wie nirgends eigentlich so recht die Erkenntnis aufdämmert, dass ein völlig Neues Platz greifen muss, dann kann ja nicht viel Hoffnung dafür entstehen, dass dieser Bau wirklich jemals fertig werden könne. Aber er ist, meine lieben Freunde, eine Forderung der Zeit, er ist eine Forderung der Zukunft. Er ist etwas, was ganz anders verstanden werden sollte, als man es bis jetzt zu verstehen geneigt ist. Und es wäre vielleicht das erste Zeichen einer Kundgebung des Willens zum Gesunden der Welt, wenn, sagen wir, von englischer, französischer, von amerikanischer Seite aus ein Verständnis aufwachen würde gerade für die Vollendung dieses Baues. Der erste Impuls ist aus Mitteleuropa hervorgegangen; das Weitere müsste von in den letzten Jahren neutraler oder von mitteleuropa-feindlicher Seite erwachen, wenn wirkliches Verständnis da wäre.

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