Die Hieroglyphe des Dornacher Baus II
Ich darf mir vielleicht ein Empfindungsurteil in diesen Sachen beilegen, denn ich selbst kam zuerst 1889, dann 1890 nach Weimar nach dem Goethe-Schiller-Archiv. Ja, meine lieben Freunde, da war man nun wirklich an der Grabstätte des Goetheanismus, an der richtigen Grabstätte des Goetheanismus. Und darinnen war kein Unterschied zwischen der Angehörigkeit der verschiedensten Nationen der Welt. Da erinnerte der deutsche Gelehrte, indem er Silben stach, an Faust, zusammen mit Calvin Thomas, dem amerikanischen Gelehrten, der in der gleichen Weise Silben stach. Da arbeiteten die Leute aus aller Herren Länder. Die Wissenschaft war an den Punkt gekommen, wo sie weit weg war, wo sie sich mit Goethe beschäftigte. Wahrhaftig, überall ein Zerschneiden der lebendigen Goethe-Wesenheit, furchtbar, furchtbar!
Cite:
GA 288/1920-04-05/p050 · edition original