8. Der Baugedanke Von Dornach

GA 289/1921-09-07/p046 ·1921-09-07 · original (original)
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Wenn man nun empfindet diese Form hinunterneigend, diese hinaufsteigend, aber eben nicht im Gedanken, sondern in künstlerischem Anschauen, und dann sich so mit den schaffenden Kräften der Natur verbunden hat, dass man wirklich das eine aus dem anderen so [herausleiten] kann, wie das nächste Pflanzenblatt, das anders gestaltet ist, aus dem vorhergehenden hervorkommt, dann bekommt man diese folgenden Formen; sie sind aber durchaus, wie gesagt, künstlerisch gemeint. Und es ergibt sich daraus, dass es eigentlich gar keinen besonderen Wert hat, das Hauptaugenmerk nur auf das eine Kapitell zu lenken, es ist das Hervorgehen des nächsten Kapitells immer aus dem vorhergehenden, was in Betracht kommt. Denn in diesem lebendigen Hinüber-sich-Metamorphosieren des einen in das andere liegt eben das Lebendige, das in diesen Bau hineingebracht werden soll. Und ebenso ist das in Beziehung auf die Architrave so gedacht.

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Cite: GA 289/1921-09-07/p046 · edition original