10. Zweiter Vortrag: Die Kunst, Eine Offenbarung Geheimer Naturgesetze
Diese Figuren, die Sie hier links und rechts sehen, welche scheinbar mythologische Figuren darstellen, sie sollen wiedergeben etwa die Situation, wie sie war vor der großen atlantischen Katastrophe. Die materialistische Entwicklungstheorie erweist sich ja vor der geistigen Anschauung durchaus als nicht richtig. Wenn wir zurückgehen in der Menschheitsentwicklung, so kommen wir zunächst in die griechisch-lateinische Zeit zurück, die etwa im achten vorchristlichen Jahrhundert beginnt. Wir kommen dann weiter zurück in die ägyptisch-chaldäische Periode, welche beginnt etwa um die Wende des vierten zum dritten vorchristlichen Jahrtausend. Wir kommen in ältere Perioden zurück, und zuletzt kommen wir zu einer Zeit zurück, die man geisteswissenschaftlich nennen muss die Zeit der atlantischen Katastrophe. Da fanden große Umlagerungen der Kontinente statt. Man blickt zurück mit dem schauenden Blicke in eine Zeit der Erdenentwicklung, in welcher dasjenige, was jetzt von dem Atlantischen Ozean bedeckt ist, bedeckt war von Land. Aber man kommt zugleich zurück in eine Erdenentwicklungsperiode, in welcher der Mensch noch nicht in der Form hätte vorhanden sein können wie jetzt, in einer - so wie die heutigen Muskeln und Knochen sind, gebildeten Form. Wenn man etwa Meerestiere nimmt, Quallen, die man kaum von ihrer Umgebung unterscheiden kann, dann kommt man zu der materiellen Gestaltung, in der der Mensch einmal auf der Erde war, während der alten atlantischen Zeit, in der die Erde noch überall bedeckt ist von dauerndem, dichtem Nebel, in welchem der Mensch lebte und daher auch ein ganz anderes organisches Wesen war. Und dem schauenden, dem hellschauenden
Cite:
GA 289/1921-12-30/p019 · edition original