10. Zweiter Vortrag: Die Kunst, Eine Offenbarung Geheimer Naturgesetze

GA 289/1921-12-30/p036 ·1921-12-30 · original (original)
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Nun, ich meine, das alles kann man in dem, was da an der Decke gemalt ist, empfinden. Man kann [nun] sagen: Das sind ja doch wiederum Symbole! Ein österreichischer Dichter, Robert Hamerling, hat einen «Ahasver» gedichtet, in dem er nun nicht in naturalistischer Weise, sondern in einer geistigen Art Menschengestalten hingestellt hat. Man hat ihm vorgeworfen, dass er Symbole geschaffen habe und nicht wirkliche Menschen. Er hat sich verteidigt, indem er sagte: Wenn man zu gleicher Zeit so lebendig empfindet, dass die Gestalten eben doch lebendige Menschen sind, dann mögen sie einen symbolischen Eindruck machen, denn wer kann denn verhindern, dass Nero ein Symbolum der Grausamkeit ist? Aber man kann doch nicht sagen, dass Nero deshalb nicht ein wirklicher Mensch war!

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