Zweiundzwanzigste Konferenz

GA 300a/1921-01-16/p036 ·1921-01-16 · original (original)
Author: Rudolf Steiner
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RUDOLF STEINER: Was sollte das? Worauf soll das hinaus? Auch Eurythmie nicht! Sicherlich, Sie können nicht eine Eurythmieaufführung machen, um eine Stimmung zu machen für eine Schattenkonstruktion. Wollen Sie Eurythmieaufführungen machen, um nachher Frachtbriefe zu schreiben? Das wäre eine Ausweitung nach der anderen Seite. Wir haben die Aufgabe, den Unterricht so musisch zu gestalten, innerlich so musisch wie möglich, nicht [durch] rein äußerliche Mittel. Das ist schädlich für den Inhalt dessen, was vorgebracht wird, wie für die Kunst selber. Man kann nicht ein Märchen erzählen, um hinterher Farbenlehre zu behandeln. Es würde der Unterricht auf eine ganz falsche Bahn gebracht werden. Der Unterricht muss in sich so gestaltet sein, dass er Stimmung erzeugt. Wenn man nötig hat, durch irgendeine dekorative Sache die Stimmung erst zu erzeugen — wobei die Kunst leidet -, so würde man aussprechen, dass man durch den Inhalt des Unterrichts nicht diese Stimmung hervorbringen wollte oder könnte. Mir war es bedenklich, wenn man anthroposophischen Erläuterungen irgendein Musikstück vorausgeschickt hat, nicht wahr, was ja noch immerhin etwas anderes ist, weil es erwachsene Leute sind, manchmal. Im Schulunterricht geht es nicht. Dann werden wir es abschaffen können.

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Cite: GA 300a/1921-01-16/p036 · edition original