Zweiundzwanzigste Konferenz

GA 300a/1921-01-16/p056 ·1921-01-16 · original (original)
Author: Rudolf Steiner
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RUDOLF STEINER: Nicht wahr, das wird wahrscheinlich schwer gehen, wenn wir nicht in der Lage sind, für die höheren Klassen hinauf den Unterricht zu erweitern durch irgendwelche Dinge, die die Leute [so] ansehen können, [dass es] ihnen Ersatz gibt für das, was sie durch irgendeine Lehrlingszeit haben. Da müssten wir unsere höheren Klassen so einrichten, wie es in meinen «Volkspädagogischen Vorträgen» steht. Dann würde man das erreichen können, dass die Kinder bleiben. Aber wenn wir also nicht zu dem übergehen, dann wird es sehr schwer werden, dass die Eltern sie darin lassen. Es werden viele nicht einsehen, worauf das hinauswill bei ihren Kindern. Wir stehen immer vor der Schwierigkeit, dass man die Kinder bis zum Abiturientenexamen bringt. Das ist eine sachliche Schwierigkeit. Da müsste man einen Ausweg suchen. Möglich wäre es trotzdem, die Kinder zum Abiturientenexamen zu bringen, wenn sie auch praktisch arbeiten. [Es müssten] diejenigen, die für praktische Arbeit geeignet sind, mehr für das Praktische unterrichtet werden, ohne dass man die Schule gabelt. Ich glaube nicht, wenn wir die Schule auslaufen lassen in eine «höhere Lehranstalt», dass wir [dann] darum herumkommen, dass mit dem fünfzehnten Lebensjahr eine Anzahl austritt.

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Cite: GA 300a/1921-01-16/p056 · edition original