Zweiundzwanzigste Konferenz
RUDOLF STEINER: Man kann es schon machen, wenn man es heraufhebt in eine freiere Auffassung. «Das Lied von der Glocke» ist eines von den Gedichten, bei denen Schiller der Philistrosität Konzessionen gemacht hat. Manches darinnen ist eigentlich spießig. Viele Vorstellungen sind ganz unwahr. Deshalb ist es gefährlich. Natürlich werden die Proletarierkinder es ihren Eltern erzählen. Das ist auch nicht wünschenswert. Es wird empfunden als ein Philistergedicht. [Auf eine Frage von Caroline von Heydebrand:] Sicher kann man das machen.
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GA 300a/1921-01-16/p119 · edition original