Vierunddreissigste Konferenz
Es [kommt] darauf an, dass Sie den dialogischen Unterricht in den Sprachen durchführen. Dr. Schwebsch hat [den Kleinen in der 1. Klasse] wiederholt versichert, dass er kein Wort Deutsch versteht. Anknüpfen können Sie, aber die Lektüre hineinverweben. Nicht bloß vorreden, sondern die Kinder möglichst viel reden lassen. Das ist etwas, was sich heute Morgen herausgestellt hat, was die Kinder noch nicht imstande sind. Das muss berücksichtigt werden, dass die Kinder zum Reden kommen. Die Kinder müssen über das Gelesene selbst Gelegenheit haben, sich auszusprechen. [Das gilt vor allem für die höheren Klassen, wo der Sprachunterricht noch zurücksteht.] Die unteren Klassen sind viel besser in den Sprachen. In den unteren Klassen ist es leichter. Das, wo die Sprachen versagen, das sind die höchsten Klassen.
Cite:
GA 300b/1922-06-21/p031 · edition original