Vierunddreissigste Konferenz
RUUDOLF STEINER: Das ist ein Mangel an Ernst in der Behandlung der Zeugnisangelegenheit. Das ist eine unerhörte Schlamperei, die mit Ernst behandelt werden muss. Die Sucht, die Sachen zu entschuldigen, macht es noch schlimmer. Es ist etwas Unerhörtes, und die Fetzen [Lücke in der Mitschrift?] zusammenstellt, und die Kinder hinweist, welche Schlamperei in der ganzen Auffassung der Dinge liegt. Wenn solche Dinge vorkommen können, da sind wir wirklich nicht im Betrieb der Waldorfschule darin. Wir haben kein Recht, von Zeugnissen zu reden, wenn wir mit einer solchen schlampigen Weise vor die Welt hintreten. Das ist wirklich unglaublich. Wir kommen allmählich hinein in einen Betrieb, der überhaupt nicht ernst zu nehmen ist. Die Zeugnise sind überall mit Nummern [Lücke?] mit einer Mappe darin. [Ein Zeugnis], das ist ein Dokument! Wenn man sich [so] verschreibt und ein anderes nehmen kann - ich möchte wissen, in welchen Betrieb wir hineinkommen. Solche Dinge müssen beruhen auf einem strikten, mechanischen Gang, sodass ein Fehler unmöglich ist. Es ist ein Uhrwerk, weiter nichts. Es können doch Fehler gar nicht vorkommen.
Cite:
GA 300b/1922-06-21/p054 · edition original