Achtundvierzigste Konferenz

GA 300b/1923-03-01/p022 ·1923-03-01 · original (original)
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Sodass man sagen muss, der Turnlehrer hat im Wesentlichen zu sein derjenige, dem vorschwebt in geistiger Beziehung Statik und Dynamik des menschlichen Organismus, der ein scharfes Bild davon hat, was es heißt, [das] Bein hochheben, [den] Arm senken, heben, alles im Verhältnis zur Schwerkraft, während der Eurythmist ein starkes Gefühl haben muss: So will der Körper seine Glieder plastisch ausformen. Das ist nicht richtig, wenn man sagt, dass der Turnlehrer wie der Plastiker gegenüber dem Bildwerk steht. Das würde für den Eurythmielehrer gelten. Der Turnlehrer hat die Aufgabe, einen Idealmenschen vor sich zu haben, der aus Linien, Formen und Bewegungsgestaltungen besteht, in den er diesen wirklich verschlamperten, verzerrten, verrenkten Menschen, den er vor sich hat, hineingestalten muss. Sie haben das richtig ausgesprochen, wenn Sie hingewiesen haben, dass die Kinder ihren Körper tragen sollen. Während der Eurythmist danach streben muss, dass der Muskel sich fühlt, dass er sein In-sich-Verdichten als den Charakter der Bewegung fühlt, muss der Turnlehrer fühlen, ob der Mensch das Schwere oder Leichte eines Gliedes richtig empfindet. Das Kind muss, nicht verstandesmäßig, sondern instinktiv, jedes Heben des Armes, jedes Heben des Beines auch schwerkraftmäßig empfinden, muss zum Beispiel eine Empfindung dafür bekommen, wie der Fuß schwer wird, wenn man mit einem Beine steht und ein anderes aufhebt.

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