Achtundvierzigste Konferenz
Derjenige wird auch die Kletterstangen zu schätzen wissen, der beobachtet hat, was die Jungen in den Dörfern davon haben, wenn bei einem Kirchtag ein Waldbaum geholt wird aus dem Wald und aufgestellt wird. Oben ist ein bisschen geblieben von dem Reisig, da ist ein Tüchlein oben und eine Schleckware und ein Flascherl Wein, und nun müssen die Buben sich bemühen, an dem von der Rinde geschälten Baum sich hinaufzuarbeiten. Derjenige ist der Sieger, der dies herunterbringt. Das ist etwas, was mit dem Wirken des Willens auf die Körpernatur sehr stark zusammenwirkt. Das ist etwas, was auf Kletterstangen künstlerisch geübt werden kann. Gewiss, es hat etwas voraus, wenn die Kinder am Strick klettern müssen. Die Stange ist, ich möchte sagen, ein Turngerät von eingeschränkter Bedeutung. Aber so ganz möchte ich nicht die Kletterstangen ausschalten. Barren und Reck, Bock und so weiter, wenn man sie richtig verwendet, so kann man immerhin aus ihnen etwas machen.
Cite:
GA 300b/1923-03-01/p028 · edition original