{"corpus":"steiner","locus":"GA 301/1920-04-21/p032","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Und jetzt denken Sie, sieht man nun plastisch auf den Menschen hin, so sieht man eigentlich in ihm ein Zusammenspielen deutlich voneinander geschiedener Verhältnisse, drei Geisteszustände. In seinem Vorstellen ist tätig der wache Geist; in seinem Fühlen ist tätig der träumende Geist; in seinem Wollen ist tätig der schlafende Geist. Wir müssen nicht nur Wachen und Schlafen voneinander unterscheiden lernen in ihren Wechselzuständen Tag und Nacht, sondern wir müssen Wachen und Schlafen auch voneinander unterscheiden lernen im wachenden Menschen, wie sie ineinander spielen. Diese Sache hat eine sehr praktische Bedeutung gerade für die Pädagogik, eine sehr, sehr praktische Bedeutung. Wir müssen fragen: Wie lerne ich entsprechend eigentlich das Wechselspiel von Willen und Vorstellen kennen, und wie lerne ich damit am besten, wie ich das Kind vom sechsten, siebenten Jahre an, wo ich besonders zu beachten habe dieses Zusammenspiel von Vorstellen und Wollen, am besten zu behandeln habe. Die Antwort lautet: Indem ich das Zusammenspiel von Wollen und Vorstellen an dem anderen Phänomen beobachte, an dem es in handgreiflicher Weise, in augenscheinlicher Weise auftritt, an dem Wachen und Schlafen. Studiere ich das Wachen und Schlafen, so habe ich etwas, womit ich Wollen und Vorstellen vergleichen kann.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"2. Dreigliederung des menschlichen Wesens","site_heading":null,"date":"1920-04-21","location":null,"word_count":195,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/301/1920-04-21/p032","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/301/1920-04-21/p032"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/301/1920-04-21/p032","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}