Vierzehnter Vortrag

GA 303/1922-01-05/p097 ·1922-01-05 · original (original)
Author: Rudolf Steiner
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Dr. Steiner: Diese Frage beruht wohl darauf, daß dasjenige, was das gewöhnliche Bewußtsein im Leben bewältigen muß, wofür das gewöhnliche Bewußtsein da ist, daß das Liebe und Erinnerungsvermögen braucht. Man könnte im gewöhnlichen Leben ohne dieses Erinnerungsvermögen nicht auskommen; es würde überhaupt ohne die Quelle des Erinnerns bis zu einem gewissen Punkte in der Kindheit die Kontinuität des Ich nicht vorhanden sein. Es sind ja genügend Fälle bekannt, wo diese Kontinuität zerstört ist, wo das Erinnerungsvermögen Lücken hat. Das ist eben ein pathologischer Zustand. Und ebenso kann das gewöhnliche Leben sich nicht entfalten, ohne daß die Liebe darinnen vorhanden ist.

Read this passage in another edition
DEoriginal
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/303/1922-01-05/p097.json
Cite: GA 303/1922-01-05/p097 · edition original