Fünfter Vortrag

GA 309/1924-04-17/p021 ·1924-04-17 · original (original)
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Das im einzelnen zu verfolgen, beeinträchtigt ebensowenig die Anschauung der Freiheit, wie es auf der anderen Seite irgendwie zur Phantastik führt. Denn das alles kann so exakt angeschaut werden wie das Mathematische; nur bleibt das Mathematische abstrakt, aber wahr; dieses aber führt den Menschen dahin, daß er seine geistige Nahrung nimmt von dem, was das Heer der Sterne erstrahlt. Das wird im Menschen zur Kraft, zur Impulsivität. Indem der Mensch sich so mit dem Geiste des Weltenalls verbindet, wird er ein ganzer Mensch und bekommt Impulse, an den Menschen nicht mehr bloß verständnislos vorbeizugehen, sondern als Mensch den Menschen zu finden. Je mehr man bloß den Stoff beschreibt und die Stoffbeschreibung auf den Menschen anwendet, desto mehr vereist man das seelische Leben; je mehr man mit dem Geiste sich verbündet, desto mehr geht einem auch das Herz für die Menschen auf. So begründet sich durch eine Erziehung, die das Geistige im Menschen finden läßt, Menschenliebe, Menschenmitgefühl, Menschendienst im rechten Sinne des Wortes.

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