Zweiter Vortrag

GA 310/1924-07-18/p008 ·1924-07-18 · original (original)
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Dann weiter, Goethe muß schon geradezu herausfordern, eine Betrachtungsweise anzuwenden, die nicht gleich ins Mystische geistig verschwimmt, weil man immer nur sagt: Ach, es kommt nicht darauf an, die äußere physische Gestalt ins Auge zu fassen; das ist niedrig, man muß das Geistige ins Auge fassen! — Sondern bei einem so gesunden Menschen wie Goethe, ist das Geistige und das Physische eines; das Geistige wirkt durch das Physische. Und nur der erkennt eine solche Persönlichkeit, der imstande ist, das Geistige durch das Bild des Physischen hindurch zu schauen.

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