Zweiter Vortrag

GA 312/1920-03-22/p011 ·1920-03-22 · original (original)
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Nun, hat man sich ein genügendes Bild gemacht von diesem Zusammenwirken des Oberen und des Unteren, dann wird man von da ausgehend allmählich erkennen, wie das, was zunächst nur funktionell vorliegt, also — wie wir sagen würden — im Ätherischen sich abspielt, ergreift das Organisch-Physische, indem es gewissermaßen in seinen Kräften dichter wird, und wie man davon sprechen kann, daß dasjenige, was zuerst nur als hysterische Andeutung vorhanden ist, in verschiedenen Unterleibserkrankungen gewissermaßen physische Gestalt annehmen kann, wie nach der anderen Seite in Halskrankheiten, Kopfkrankheiten die Neurasthenie organische Gestalt annehmen kann. Dieses, ich möchte sagen, Abdrücken dieser zunächst funktionellen physischen Erscheinungen im Neurasthenischen und Hysterischen zu studieren, das wird außerordentlich wichtig sein für die zukünftige Medizin. Es wird die Folge der, ich möchte sagen, organisch gewordenen Hysterie sein: Unregelmäßigkeiten in dem ganzen Verdauungsvorgang, überhaupt in allen Vorgängen des Unterleibes. Aber dasjenige, was so in einem Organismus vorgeht, das wirkt doch wiederum auf den ganzen Organismus zurück. Das darf nicht außer acht gelassen werden, daß dasjenige, was als Unregelmäßigkeiten vor sich geht, wiederum auf den ganzen Organismus zurückwirkt.

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